

|
Hörverständnis Verbesserung durch Training |
|
Sehen und Hören verbindet uns mit den Dingen und den Menschen.
Dazu sind wir mit hochspezialisierten Sinnesorganen ausgestattet.
Diese wandeln die physikalischen Signale (Lichtwellen, Schallwellen) in die entsprechenden Biosignale um.
Lässt die Funktionskraft des Sinnesorgans nach, beim Hören entspricht das einer Schwerhörigkeit, so kann man mit einer Hörverbesserung, z.B. einer Hörgeräteversorgung die Signaldichte wieder auf den normalen Erwartungswert anheben.
Bis hier wäre alles sehr gut, wenn man mit dem durch technische Hilfe nahezu perfekt gehaltenem Hören, denn auch entsprechend gut verstehen würde.
Aber genau diese Erwartung wird sehr oft enttäuscht. Wie oft erlebt man perfekt hörgeräteversorgte Mitmenschen, die trotz ihres hohen technischen Aufwandes immer noch nicht gut verstehen.
Diese ist ganz einfach. Die
optimal angelieferte Fülle an Signalen muss in einem nächsten Schritt
aufgenommen werden, um zu Information umgebaut zu werden. Wenn dieses Aufnahmeraster zu grob oder zu langsam ist, nutzt das ganze Hörangebot nichts und man kann nicht verstehen.
Hierbei geht es nicht um ein Training der hohen intellektuellen Leistungen, sondern um eine Verbesserung der elementaren Signalaufnahme in Hinblick auf Geschwindigkeit und Kapazität.
Es soll die Übertragungsgeschwindigkeit erhöht werden, um eine bessere und schärfere Abbildung der gehörten Signale beim Umbau zu Information erreicht zu werden.
Bildlich gesehen könnte man es so beschreiben, dass ein Film der ein Spiel beschreibt und nur aus seltenen Einzelbildern besteht wesentliche Spielzüge gar nicht abbildet. Diese sind dann verloren und man kann das Spiel nur ahnen, aber nicht mehr richtig verstehen.
Wenn aber der Film aus einer raschen oder sogar sehr raschen Bilderfolge besteht, der Betrachter aber nicht in der Lage ist dieses schnelle Angebot umzusetzen, wird er auch nichts verstehen.
Beim Hörverständnis bedeutet das, dass geübt wird das selbst rasch aufeinanderfolgende Töne noch sicher als zwei getrennte Töne erkannt werden, dass minimale Tonlängenunterschiede erkannt werden, dass Tonhöhenunterschiede erkannt werden, dass eine sichere Richtungszuordnung der Töne in links und rechts besteht, auch wenn sie sehr eng beieinander liegen, dass Tonfolgen noch getrennt werden können, auch wenn sie rasch ablaufen, usw.
Durch die moderne Elektronik ist es möglich all diese Übungskriterien in ein kleines, überschaubares und handliches Gerät zu packen, welches leicht mitzutragen ist und jederzeit verfügbar ist.
Im Ablauf erfolgt nach
HNO-ärztlicher Untersuchung und Überprüfung des Gehöres eine
Statusbestimmung der sogenannten " Low Level Funktionen ", also
der oben beschriebenen Basisaufnahmefunktionen, die die Umwandlung von
Signalen zu Information erst ermöglichen. Dann wird in 6-8 Sitzungen der Umgang mit dem Trainingsgerät eingeübt, dokumentiert und überprüft.
Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen, sind aber im Vergleich zu einer modernen Hörgeräteversorgung überschaubar.
Besonders reizvoll ist der Aspekt, dass gerade knapp hörgeräte- versorgungs relevante Patienten, die ein Hörgerät vermeiden wollen durch ein gezieltes Training, eine Hörgeräte Versorgung hinauszögern können, und dennoch wieder besser verstehen können.
Für den, der gut hört und versteht ist es eine perfekte Möglichkeit ein präventives Hörverständnistraining zu betreiben, um den im Laufe unseres immer länger werdenden Lebens Verständnis- und Aufnahmefit zu bleiben.
Somit besteht hier eine leicht handhabbare Möglichkeit im präventiven und rehabilitativen Bereich seine geistigen Kommunikationsfähigkeiten zu erhalten oder wieder zu erwerben mit dem "know how" aber ohne Abhängigkeit von großen Rehabilitationszentren.
|